Martin Stadtfeld, Klavier

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Short facts

  • Fürth
  • 26.02.2023
  • 18:00

Ob Mozart, Schubert, Brahms, Wagner, Dvořák oder Mahler: Beinahe alle großen Komponisten hatten einen Hang zum Volkslied. Und auch Beethoven scheint die Melodien seiner „Waldstein“-Sonate Volksweisen abgelauscht zu haben, der Welt der Naturtönigkeit, der einfachen – gleichwohl berührenden – Harmonien, der simplen Tonfolgen, die im Ohr bleiben. Das Seitenthema aus dem ersten Satz, das Rondothema: Selbst wenn man die Sonate nicht kennen würde und erstmals hörte, erschienen einem diese Themen vertraut, fast wie Wiegenlieder, die einem die Mutter ins Ohr sang. Sogar bei Johann Sebastian Bach könnte man durchaus von einem Faible für schlichte berührende Melodien sprechen. Für seinen Besuch in Fürth hat Martin Stadtfeld eine Reihe seiner liebsten Volks- und Wiegenlieder zusammengestellt und für das Klavier arrangiert, wobei er mit dem musikalischen Material, ähnlich wie die großen Komponisten, im wahrsten Sinne des Wortes spielt. Oft sind es die ganz schlichten Passagen aus „Weißt du wieviel Sternlein stehen“, „Geh aus mein Herz“ oder „In einem kühlen Grunde“, die zu Herzen gehen. Gleichwohl hat Martin Stadtfeld als Kontrast zu allzu viel Volkslied-Seligkeit ergänzend Werke gewählt, die neben aller volksmelodischen Spielereien als wunderbarste abstrakte Kunstmusik gelten: Bachs dritte Englische Suite, die italienische und französische Einflüsse verbindet, sowie Beethovens „Waldstein“-Sonate umrahmen den volksmusikalischen Klavierabend.


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